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Schülerinnen und Schüler erleben Mathematik im Unterricht oft als abstraktes, theoretisches Gedankengebäude ohne jeglichen Bezug zu ihrer Alltagswelt.

Beim mathematischen Modellieren verhält es sich ganz anders: Hier werden real existierende Vorgänge oder Objekte in mathematische Beschreibungen übersetzt; die resultierenden mathematischen Problemstellungen werden anschließend gelöst, um Fragen über den Ablauf des Vorganges oder zu Eigenschaften des Objektes treffen zu können. Das erfordert einerseits Kenntnis mathematischer Methoden und Verfahren, darüber hinaus fachübergreifendes Denken sowie ein hohes Maß an Kreativität und Flexibilität – vor allem auch Übung, die Techniken kontextbezogen einzusetzen.

Mathematische Modellierung (kurz: Modellierung) findet sich daher immer häufiger als verbindlicher Lehrinhalt in deutschen Lehrplänen. Andere Länder, wie Schweden, Dänemark oder Großbritannien, haben Modellierung als eigenständigen Bereich schon viel länger in ihren Curricula verankert.