Vortragsreihe »Blick über den Tellerrand« / 05. März 2013, 17.00 - 18.30 Uhr
Der Glaube an den Rechtsstaat: Gedanken zur Wahrnehmung der Justiz in der Öffentlichkeit
Urteile werden in Deutschland »Im Namen des Volkes« gesprochen. Dahinter verbirgt sich die Aussage, dass die Justiz unabhängig ist und von einem breiten Vertrauen der Bevölkerung in ihre Arbeit getragen wird. Denn eine nach rechtsstaatlichen Grundsätzen aufgestellte, in der Gesellschaft gut verankerte und dabei effektive Justiz ist eine tragende Säule für ein gut funktionierendes Staatswesen. Das ist jedoch kein Selbstläufer: Die Justiz muss nicht nur »Recht« sprechen, sondern beständig daran arbeiten, dass die Entscheidungen der Gerichte in der Öffentlichkeit verstanden und respektiert werden. Der Vortrag beleuchtet aus der Sicht eines richterlichen Praktikers und Präsidenten eines Landgerichts das Spannungsverhältnis zwischen Justiz und Öffentlichkeit. Er zeigt auf, was dazu getan werden muss, dass der »Glaube an den Rechtsstaat« nicht verloren geht.