Vortragsreihe »Blick über den Tellerrand« / Kaiserslautern  /  05. Dezember 2024, 17:00 – 18:30 Uhr

Democracy 2.0? – Demokratische Politik unter den Bedingungen digitalisierter Öffentlichkeit

Digitale Medien haben die politische Öffentlichkeit in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert: Über Soziale Medien können wir alle unsere politischen Ansichten einem prinzipiell unlimitierten Publikum präsentieren, an die Stelle der Zeitungslektüre ist vor allem bei jungen Menschen der regelmäßige Konsum von Videoinhalten getreten, und erfolgreiche Wahlkämpfe sind dadurch gekennzeichnet, dass sie ihre Aktivitäten zunehmend ins »Netz« verlagert haben. Doch was bedeuten diese Entwicklungen für die Demokratie? Steigern die neuen Kommunikationsmöglichkeiten das politische Engagement der Bürger:innen? Oder begünstigen sie vor allem Polarisierung und Politikverdrossenheit? War die Qualität der politischen Öffentlichkeit vor dem »digital turn« höher als sie es heute ist? Der Vortrag gibt einen Überblick über demokratische Potentiale und Herausforderungen der digitalen Kommunikationswelt.

 

Referentin: Prof. Dr. Claudia Ritzi (Universität Trier, Senatsbeauftragte zum Schutz vor sexueller Belästigung, Geschäftsführung Fachbereich Politikwissenschaft)

 

Referentin Prof. Dr. Claudia Ritzi studierte ab dem Wintersemester 2002/2003 an den Universitäten Hohenheim und Stuttgart Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Außenwirtschaft. Nach dem Studienabschluss arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Politische Theorie an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Den Sommer des Jahres 2010 verbrachte sie als »Visiting Researcher« an der Stanford University. 2013 wurde sie mit einer Arbeit zum Thema »Politische Öffentlichkeit in der Postdemokratie« promoviert. 2015 arbeitete sie am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in der Abteilung Demokratie und Demokratisierung. Von 2016-2018 war sie Juniorprofessorin für Politische Theorie an der Universität Münster. Seit Oktober 2018 lehrt sie als Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Trier und ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Seit dem 01.10.21 ist Frau Ritzi Senatsbeauftragte zum Schutz vor sexueller Belästigung an der Universität Trier. Im April 2023 übernahm sie zudem die Geschäftsführung des Faches Politikwissenschaft.