Vortragsreihe »Blick über den Tellerrand« / 12. November 2019, 17.00 - 18.30 Uhr
Felix Klein – ein Reformator der akademischen Welt um 1900
Auch ein Vierteljahrhundert nach dem Durchbruch des Internets zum öffentlichen Medium sind seine Folgen für das Gemeinwesen noch schwer überschaubar: Hat es zu mehr oder weniger Gleichheit und Freiheit geführt? Hat es die Qualität von Information und Diskussion verbessert oder verschlechtert? Aus Sicht der Kommunikationswissenschaft soll gezeigt werden, wie die gesellschaftliche Gewinn- und Verlustrechnung der digitalen Revolution ausfällt. Und es wird gefragt, was in Gestaltung und Regulierung getan werden kann, um die Bilanz zu verbessern.
Referent: Prof. Dr. Christoph Neuberger, Kommunikationswissenschaftler, LMU München
Christoph Neuberger ist Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt »Medienwandel« an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor lehrte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (2002–2011) und vertrat eine Professur an der Universität Leipzig (2001–2002). Studium, Promotion und Habilitation an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er ist ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).
Seine Arbeitsschwerpunkte sind der digitale Wandel von Medien, Journalismus und Öffentlichkeit. Letzte Buchveröffentlichungen: »Meinungsmacht im Internet und die Digitalstrategien von Medienunternehmen« (2018, gemeinsam mit Frank Lobigs), »Was erwartet die Gesellschaft vom Internet – und was erhält sie? Ein normativer Kompass für Gestaltung und Regulierung« (2018), »Journalismus im Internet: Profession – Partizipation – Technisierung« (2018, 2. Aufl., Hrsg. gemeinsam mit Christian Nuernbergk), »Journalismusforschung: Stand und Perspektiven« (2016, 2. Aufl., Hrsg. gemeinsam mit Klaus Meier).