Vortragsreihe »Blick über den Tellerrand« / Kaiserslautern / 21. Oktober 2025, 17:00 – 18:30 Uhr
Die fragile Verlässlichkeit des Seins
Theologische Perspektive auf die Hyperreale KI-Gesellschaft
Wie verändert sich unser Menschenbild, wenn wir von immer menschenähnlicheren KI-Systemen umgeben sind? Der Vortrag beleuchtet die »fragile Verlässlichkeit des Seins« in der hyperrealen Gesellschaft, in der Grenzen zwischen Realität und Simulation verschwimmen. Aus theologischer Perspektive wird gefragt, wie Selbstbestimmung und ein gutes Leben unter diesen Bedingungen möglich bleiben.
Referent: Dr. Lukas Brand (RPTU Kaiserslautern-Landau, Fachbereich Informatik, Algorithm Accountability Lab)
Dr. Lukas Brand ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Algorithm Accountability Lab der RPTU. Er promovierte 2024 im Fach katholische Theologie mit einer Arbeit unter dem Titel »Simulacrum Hominis. Die Reproduktion des Menschen im Medium der Technik« (Aschendorff-Verlag, 2025). In seiner Forschung widmet Brand sich Fragen der Verantwortung bei Entwicklung und Einsatz von KI-Systemen, der Wissenschaftstheorie der Sozioinformatik und den Auswirkungen KI-basierter Anwendungen in sozialen Kontexten wie der Religion. Seine Magisterarbeit zur Maschinenethik erschien 2018 unter dem Titel »Künstliche Tugend. Roboter als moralische Akteure« im Pustet Verlag. Für seine Forschungsarbeiten ist Brand mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet worden.